“Informatik in Bewegung”

Unter diesem Motto fand am 20.06 und 21.06 ein Workshop in den Räumen der Ruhr-Universität Bochum und Research in Motion (RIM) statt. Hierzu wurden 25 Nachwuchstalente vom Bundeswettbewerb Informatik und eingeladen, sich mit dem Thema Kamerabildverarbeitung auf Blackberry-Smartphones zu beschäftigen.

Nächste Folie bitte

Das Ziel war es eine Java-Applikation für Blackberry-Geräte zu entwickeln, die es ermöglicht über die eingebaute Kamera des Smartphones Gesten des Vortragenden zu erkennen, um Präsentationen am Beamer zu steuern. Die Smartphones wurden via Bluetooth an einen Laptop angebunden, auf welchem die Präsentation lief.

Barkeeper, eine Club Mate!

Nach einem ideenreichen und produktiven Tag wurde das Abendprogramm des Workshops im Labor gehostet. In gemütlicher Atmosphäre konnte in der Lounge bei den typischen Erfrischungsgetränken über die verschiedenen Lösungsansätze des Tages diskutiert und gefachsimpelt werden.
Es gab eine kleine Präsentation über das Labor und über Hackerspaces im Allgemeinen mit einer anschließenden Führung. Die Schüler nutzten hier jede Gelegenheit, das Labor und seine Projekte besser kennen zu lernen. Besonders die Blinken-Devices, die Mikrokontrollerboards und die Programmiererfahrung einiger Laboranten weckten reges Interesse.

Ab in die Küche…

Bild der Labor-Küche
Bild der Küche im Lab

Für kohlenstoffbasierte Lebewesen wie den Nerd ist es essentiell wichtig, ab und zu Nahrung abseits von Club-Mate zu konsumieren. Da die Angebote der umliegenden Imbiss-Buden irgendwann eintönig werden, und es mittlerweile sogar ein Kochbuch für Geeks gibt, wurde es Zeit das Nahrungsangebot um einen “Do It Yourself”-Modus zu erweitern. So hat sich kurzfristig eine Truppe motiviertier Laboranten zum Projekt “Smørebrød” zusammengeschlossen und in den Bar-Bereich der Lounge eine Küche eingebaut. Also Laboranten: “An die Pfannen, los!” :)

Vortrag: Erneuerbare Energien

Am kommenden Freitag (24.04.2009) um 19:00 Uhr findet im Labor ein Vortrag von Maik zum Thema “Erneuerbare Energien – Wie wir in Zukunft unseren Energiehunger decken können” statt.

Zum Thema:

Ständig wächst unser Hunger nach elektrischer Energie, doch die Verknappung der Rohstoffe und die erhöhte Umweltbelastung durch fossile Brennstoffe machen es immer schwieriger, diesen Hunger nachhaltig zu decken. Regenerative Energien bieten sich als Löung für einige dieser Probleme an. Doch warum werden diese dann nicht anstelle von konventionellen Kraftwerken verwendet? Wo liegen die Probleme bei der Nutzung regenerativen Energien und wie kann man diese in Zukunft kösen?

Zum Inhalt:

Der Vortrag soll eine kleine Einführung in die Problematik liefern. Dabei soll zuerst erläutert werden, wie die Stromerzeugung mit den unterschiedlichen Techniken funktioniert. Hirbei werden folgende Energiequellen betrachtet:

  1. Wasserkraft
  2. Windkraft
  3. Photovoltaik/Solarthermie
  4. Geothermie
  5. Biomasse

Anschließend werden die Vor- und Nachteile dieser Energieformen diskutiert und mögliche Lösungsansätze aufgezeigt.

Zum Wissen:

Folgendes Wissen soll mit dem Vortrag vermittelt werden und euch eine differenzierte Sichtweise fernab der Hochglanzbroschüren der Lobbyisten geben:

  • Wirkungsweise unterschiedlicher regenerativen Energieformen
  • Kritische Betrachtung von regenerativen Energien
  • Grenzen und Probleme der regenerativen Energieformen
  • Ausblick ind die Zunkunft und mögliche Lösungsansätze

Space Invaders attackieren die Kinderuni

laborstand_kinderuni

Am 29. und 30. Oktober öffnete das Audimax der Ruhr-Universität Bochum seine Türen für Grundschulkinder im Rahmen der KinderUni. Das Programm hatte das Ziel, mit kindgerechten Vorträgen, Experimenten sowie mit Exponaten zum Anfassen spielerisch das Interesse der Kinder an Wissenschaft zu wecken.

Das Labor beteiligte sich hier mit einem eigenen Stand, an dem die Kinder Computerspiele wie Space Invaders, Pong3D oder Tetris auf unseren Borgs testen konnten. Als Eyecatcher wurde unser Farbborg3D ausgestellt, der sowohl Kinder als auch Erwachsene in seinen Bann zog. Zu Stoßzeiten war das Interesse so groß, dass die drei Laboranten am Stand Mühe hatten den Andrang zu bewältigen und alle Fragen zu beantworten.

Fernsehabend: 1* Doku, 1* Dokufiction

Wer nicht zur Zielgruppe des Tatorts gehört, sich aber dennoch heute abend audio-visuell bespassen lassen möchte, dem seien folgende (schon etwas ältere) Optionen ans Herz gelegt:

Doku: Alltag Überwachung
Die Dokumentation “Alltag Überwachung – Zwischen Terror, Sicherheit und digitaler Kontrolle” wurde von Roman Mischel und Fiete Stegers für die Tagesschau produziert und dort zunächst in vier Teilen veröffentlicht. Die Autoren gehen der Frage nach: “Leben wir mittlerweile in einem Überwachungsstaat?”
Wenig Erkenntnisgewinn, aber eine hervorragende Darstellung des status quo.
(Download via tagesschau.de, Mirror und ausführlicher Inhalt bei ChaosTV)

Dokufiction: Auf Nummer sicher?
Die Produktion aus der ZDF-Reihe “Agenda 2020 – Wie werden wir leben?” spinnt die Möglichkeiten des RFID-Einsatzes einige Jahre weiter.
“(…)Der Tonfall ist quasi-dokumentarisch, das Genre Sciencefiction: Authentische Wortbeiträge aus der ePass-Debatte – von Schäuble und Merkel oder von bekannten Kritikern wie Professor Andreas Pfitzmann (“Die Politiker leben ganz gut damit, dass sie geschürte Ängste symbolisch bekämpfen”) – werden hier mit einem wüsten Zeitreiseplot kombiniert.(…)” (Quelle)
Den Download in der ZDF-Mediathek habe ich leider nicht mehr gefunden, doch das Internet Archive belehrt uns ja ähnlich gerne wie Google darüber, dass unser favorisiertes Medium i.A. nicht vergisst:
(Download, Stream)

Auch zum Thema, jedoch Standbild: Ein beeindruckend vorrausschauender Cartoon aus dem Jahre 2001 (Link).

freifunk Bochum

freifunk Bochum Logo
Es war eine schwere Geburt, was überwiegend diversen Nameservern und etwas Verpeilung zu verdanken ist. Nichts desto trotz hat der freifunk in Bochum jetzt auch ein Zuhause in einem der klickbaren Teile des Internets. Die Seite soll als Anlaufstelle für alle Interessierten dienen, einen ersten Überblick verschaffen und Kontakt vermitteln. Dem Bochumer Freifunk-Projekt fehlt noch ein wenig die Mitspielerdichte, um ein freies Funknetz zu errichten – die Strecken sind zur Zeit noch etwas lang. Gerade deswegen, denke ich, ist es wichtig zu kommunizieren “Es gibt hier so etwas!” Und: “Es gibt noch mehr Leute, die sowas bauen möchten.”
Zu der Website sollte es eigentlich dringend noch ein Wiki geben und ich denke, das wird es früher oder später auch. Gerade benutzen wir einfach das LABOR-Wiki mit, es gibt sowieso noch nicht so unglaublich viel Content in der Freifunk-Ecke. Wenn sich mehr Inhalte abzeichnen, werden wir da einfach auch Platz schaffen.
Das Design der Seite ist in seinen Grundzügen der LABOR-Seite entliehen, die Texte bedienen sich Teilen der (dankenswerterweise unter CC gehaltenen) freifunk-Seite. Das Logo wiederum ist Sörens und meine Kreation, inspiriert von Frank.
Ich hoffe, wir haben damit tatsächlich eine Anlaufstelle geschaffen, damit potentielle Freifunker nicht mehr verstreut über verschiedene Mailinglisten und Webseiten bouncen.
So, also merken: freifunk in Bochum gibt es unter http://freifunk.das-labor.org/ bzw. http://bochum.freifunk.net/

EU Vorratsdatenspeicherung feat. Tor/TorPark/DilloTor

(view english version here)
Heute beschlossen die EU Justizminister unser aller Kommunikationsdaten für 6 bis 24 Monate zu speichern. Features in diesem Release des Gesetzes: Speicherung der Bestandsdaten, die unter anderem Name und Anschrift eines Anschlussinhabers umfassen, sowie Speicherung aller Verkehrsdaten. Diese enthalten quasi ein who-is-who aller Verbindungen, d.h. Uhrzeit, Datum und Zieladresse/-rufnummer z.B. aller Telefonate, SMS und auch jeder gesurften Website (die Aufzählung ist nicht vollständig). Weisst du, welche Websites du in den letzten zwei Jahren geklickt hast? Nein? Dein Provider und alle zugriffsberechtigten Stellen schon!
Ein Verfahren, das bisher nur auf besondere Anordung gegen Verdächtige einer Straftat angewandt wurde, wird der gesamten Bevölkerung der EU zuteil. Dies verdient selbstverständlich vollste Unterstützung.
Daher: 3 einfache Schritte und ein alternativer noch einfacherer Schritt (am Ende des Artikels) zu einem kleinen Stück Privatsphäre, zumindest im Internet.

  • Schritt 1: Tor herunterladen und installieren
    Das jeweils aktuelle Release findet sich auf der Download-Seite des Tor-Projektes. Neben dem Sourcecode stehen Binärpakete für Windows, Debian, Red Hat, Gentoo und *BSD zur Verfügung. Wer ein aktuelles Debian oder Ubuntu installiert hat dem genügt auch ein einfaches ‘apt-get install tor privoxy’.
  • Schritt 2: Konfiguration
    Tor kommt normalerweise schon korrekt als Client-only konfiguriert. Wir kümmern uns also um Privoxy.
    An den Anfang des Config-files setzen wir die Zeile
    “forward-socks4a / localhost:9050 .” (Ohne “”)
    Der Punkt “.” am Ende der Zeile ist wichtig!
    Da Privoxy per default recht viel loggt und wir das nicht möchten, kommentieren wir folgende zwei Zeilen aus:
    “logfile logfile”
    “jarfile jarfile”
    Anschliessend wird Privoxy neu gestartet, um die Änderungen zu übernehmen.
  • Schritt 3: Anwendungen zur Benutzung von Tor konfigurieren
    Für Firefox gibt es ein hervorragendes Plugin für Firefox sowie ein passendes HOWTO.
    Zur manuellen Konfiguration
    Jede Applikation, die nicht über SOCKS kommuniziert, muss auf Privoxy verwiesen werden. Dieser läuft standardmäßig auf
    127.0.0.1 port 8118 (a.ka. localhost:8118)
    Das gilt insbesondere auch für den Browser, da dieser sonst eigene DNS-Requests am SOCKS-Proxy vorbei absetzt und damit die durch Tor gewonnene Anonymität direkt wieder verloren wird.
    SOCKS-fähige Anwendungen werden auf
    127.0.0.1 port 9050 (a.ka. localhost:9050) verwiesen
  • Alternativer einfacher Schritt:
    Wer einfach nur unter Wahrung seiner Privatssphäre im Internet surfen möchte, dem steht TorPark (Windows) bzw. DilloTor (Linux) als one-click-to-surf-Lösung zur Verfügung.

Am Ende prüfen wir noch die Funktion des ganzen (Sind wir tatsächlich über Tor unterwegs?):
Auch hier gibt es einen einfachen Weg: Der Tor-Detector.
Sollte diese Seite down sein, bleibt nur, mittels Seiten wie whatismyip.com zu prüfen, ob die angezeigte IP die eigene ist. Weitere Informationen bietet die Tor-FAQ.

The Onion Router – Fooling Big Brother and Big Media

Im LABOR praktisch im Einsatz, nun kommt die Theorie hinterher: Am Dienstag, den 20.12.2005 findet um 19:30 Uhr im LABOR ein Vortrag zu Tor – The Onion Router statt.

Im Kontext der zunehmenden totalen Netzüberwachung ist Verschlüsselung allein nicht mehr ausreichend. Der legislative Ansatz ist in keinster Weise neu: Die Novellen der Telekommunikationsgesetzgebung sehen die Speicherung sämtlicher Verbindungsdaten vor, was dem Staat erlaubt detaillierte Kommunikationsprofile (“wer-mit-wem”) zu erstellen. Darüberhinaus kann man nicht sicher sein ob bzw. wie lange der Kommunikationspartner selbst die Verbindungsdaten loggt.

Eine komfortable Möglichkeit sich anonym im Internet zu bewegen bietet Tor. Dieser Vortrag richtet sich in erster Linie an Nutzer, die ihre Privatsphäre nicht für das Recht auf freie Meinungsäusserung in der digitalen Welt opfern wollen. Für technisch Versierte wird anschließend auf die Konzepte des Onion Routings, das Betreiben versteckter Server, und Angriffe gegen die Tor-Infrastruktur eingegangen.

Tor vs. EU Data Retention

Als konstruktiver Beitrag zur Diskussion um die EU-Voratsdatenspeicherung steht für http(s)-Verbindungen aus dem LABOR ab sofort ein Tor-Proxy zur Verfügung.
Wer Wert auf ungestörte, sowie ungeloggte http-basierte Kommunikation im weltweiten Netz der Desinformation legt, dem wird folgende Proxy-Konfiguration für den Browser seiner Wahl ans Herz gelegt:
http(s)-Proxy: casino, Port 8080
Zum Test der Konfiguration: dnsstuff.com.

The Hacker, the Dinosaur?

FX schreibt auf phenoelit.de über seine zufälligen Beobachtungen in der Hacker Gemeinschaft und zieht eine Schlussfolgerung: der klassische Hacker stirbt aus; und gibt Gründe an: spätes Beginnen, Leistungs-Hacker-Gesellschaft, Elitismus und blöde Sprüche, extreme Problemklassen, falscher Fokus und Unkreativität. Fefe ist teilweise auch dieser Meinung, sieht vorallem die vielseitigen Themengebiete und deren schnelle Dynamik als Hinderungsgrund.