The Onion Router – Fooling Big Brother and Big Media

Im LABOR praktisch im Einsatz, nun kommt die Theorie hinterher: Am Dienstag, den 20.12.2005 findet um 19:30 Uhr im LABOR ein Vortrag zu Tor – The Onion Router statt.

Im Kontext der zunehmenden totalen Netzüberwachung ist Verschlüsselung allein nicht mehr ausreichend. Der legislative Ansatz ist in keinster Weise neu: Die Novellen der Telekommunikationsgesetzgebung sehen die Speicherung sämtlicher Verbindungsdaten vor, was dem Staat erlaubt detaillierte Kommunikationsprofile (“wer-mit-wem”) zu erstellen. Darüberhinaus kann man nicht sicher sein ob bzw. wie lange der Kommunikationspartner selbst die Verbindungsdaten loggt.

Eine komfortable Möglichkeit sich anonym im Internet zu bewegen bietet Tor. Dieser Vortrag richtet sich in erster Linie an Nutzer, die ihre Privatsphäre nicht für das Recht auf freie Meinungsäusserung in der digitalen Welt opfern wollen. Für technisch Versierte wird anschließend auf die Konzepte des Onion Routings, das Betreiben versteckter Server, und Angriffe gegen die Tor-Infrastruktur eingegangen.

Tor vs. EU Data Retention

Als konstruktiver Beitrag zur Diskussion um die EU-Voratsdatenspeicherung steht für http(s)-Verbindungen aus dem LABOR ab sofort ein Tor-Proxy zur Verfügung.
Wer Wert auf ungestörte, sowie ungeloggte http-basierte Kommunikation im weltweiten Netz der Desinformation legt, dem wird folgende Proxy-Konfiguration für den Browser seiner Wahl ans Herz gelegt:
http(s)-Proxy: casino, Port 8080
Zum Test der Konfiguration: dnsstuff.com.

FlashMeeting: openMosix

Am Donnerstag, den 15.12.2005 findet um 20:00 Uhr im LABOR ein Vortrag aus der FlashMeetings-Reihe statt. Diesmal geht es um openMosix, eine Linux Kernelextension für Single-Image Clustering.
Was ist das, was sind die Vorteile, was die Nachteile, welche Szenarien bieten sich an und wo liegen die Grenzen des Systems – diese Punkte wird der Vortrag von administrativer Seite beleuchten und auch auf das Setup, sowie die konzeptuellen Sicherheitsmängel eines solchen Systems eingehen.

Towards Open Trusted Computing Platforms

Am Donnerstag, den 08.12.2005 findet um 19:30 Uhr im LABOR ein Vortrag zum Thema Trusted Computing statt.
Die im Zusammenhang mit Trusted Computing (TC) geäußerte Hoffnung, dieses System könnte die Nutzersicherheit erhöhen, wird gerade von den Nutzern mit gemischten Gefühlen betrachtet, aufgrund der weitreichenden Möglichkeiten der Kontrolle der Nutzung digitaler Inhalte durch deren Anbieter, sowie den befürchteten Verlust der Kontrolle über die Nutzung
privater Daten.
In diesem Vortrag wird darauf eingegangen, wie mit TC und einem vertrauenswürdigen Design des Betriebssystems die Sicherheit von Computersystemen erhöht, sowie Konflikte zwischen DRM-Funktionalität und Endbenutzersicherheit vermieden werden können.
Vortragender: Christian Stüble, Forschungsgruppe Angewandte Datensicherheit

Vollständiges Abstract