pong.mythos und der Borg3d

Borg3d photo

Ein bisschen schade ist es ja schon, dass Er zur Zeit nicht bei uns rumblinkt.

Aber Martin hat wohl schon die richtige Entscheidung getroffen als er Ihn zur pong.mythos brachte. Immerhin kann man darauf Pong spielen…

In der Zwischenzeit können wir uns ja das Filmchen ansehen…

EU Vorratsdatenspeicherung feat. Tor/TorPark/DilloTor

(view english version here)
Heute beschlossen die EU Justizminister unser aller Kommunikationsdaten für 6 bis 24 Monate zu speichern. Features in diesem Release des Gesetzes: Speicherung der Bestandsdaten, die unter anderem Name und Anschrift eines Anschlussinhabers umfassen, sowie Speicherung aller Verkehrsdaten. Diese enthalten quasi ein who-is-who aller Verbindungen, d.h. Uhrzeit, Datum und Zieladresse/-rufnummer z.B. aller Telefonate, SMS und auch jeder gesurften Website (die Aufzählung ist nicht vollständig). Weisst du, welche Websites du in den letzten zwei Jahren geklickt hast? Nein? Dein Provider und alle zugriffsberechtigten Stellen schon!
Ein Verfahren, das bisher nur auf besondere Anordung gegen Verdächtige einer Straftat angewandt wurde, wird der gesamten Bevölkerung der EU zuteil. Dies verdient selbstverständlich vollste Unterstützung.
Daher: 3 einfache Schritte und ein alternativer noch einfacherer Schritt (am Ende des Artikels) zu einem kleinen Stück Privatsphäre, zumindest im Internet.

  • Schritt 1: Tor herunterladen und installieren
    Das jeweils aktuelle Release findet sich auf der Download-Seite des Tor-Projektes. Neben dem Sourcecode stehen Binärpakete für Windows, Debian, Red Hat, Gentoo und *BSD zur Verfügung. Wer ein aktuelles Debian oder Ubuntu installiert hat dem genügt auch ein einfaches ‘apt-get install tor privoxy’.
  • Schritt 2: Konfiguration
    Tor kommt normalerweise schon korrekt als Client-only konfiguriert. Wir kümmern uns also um Privoxy.
    An den Anfang des Config-files setzen wir die Zeile
    “forward-socks4a / localhost:9050 .” (Ohne “”)
    Der Punkt “.” am Ende der Zeile ist wichtig!
    Da Privoxy per default recht viel loggt und wir das nicht möchten, kommentieren wir folgende zwei Zeilen aus:
    “logfile logfile”
    “jarfile jarfile”
    Anschliessend wird Privoxy neu gestartet, um die Änderungen zu übernehmen.
  • Schritt 3: Anwendungen zur Benutzung von Tor konfigurieren
    Für Firefox gibt es ein hervorragendes Plugin für Firefox sowie ein passendes HOWTO.
    Zur manuellen Konfiguration
    Jede Applikation, die nicht über SOCKS kommuniziert, muss auf Privoxy verwiesen werden. Dieser läuft standardmäßig auf
    127.0.0.1 port 8118 (a.ka. localhost:8118)
    Das gilt insbesondere auch für den Browser, da dieser sonst eigene DNS-Requests am SOCKS-Proxy vorbei absetzt und damit die durch Tor gewonnene Anonymität direkt wieder verloren wird.
    SOCKS-fähige Anwendungen werden auf
    127.0.0.1 port 9050 (a.ka. localhost:9050) verwiesen
  • Alternativer einfacher Schritt:
    Wer einfach nur unter Wahrung seiner Privatssphäre im Internet surfen möchte, dem steht TorPark (Windows) bzw. DilloTor (Linux) als one-click-to-surf-Lösung zur Verfügung.

Am Ende prüfen wir noch die Funktion des ganzen (Sind wir tatsächlich über Tor unterwegs?):
Auch hier gibt es einen einfachen Weg: Der Tor-Detector.
Sollte diese Seite down sein, bleibt nur, mittels Seiten wie whatismyip.com zu prüfen, ob die angezeigte IP die eigene ist. Weitere Informationen bietet die Tor-FAQ.

Catch me if you can – a new approach against phishers / ISD

Diesmal gleich zwei Ankündigungen:

1. Infrastructure & Services
2. Catch me if you can – a new approach against phishers

1. Infrastructure & Services
Montag, der 20.02.2006 ist dazu ausersehen, der Pflege der LABOR-Infrastruktur zu dienen. Es kann sein, dass dank evtl. stattfindender Wartungsarbeiten einige Services temporär nicht zur Verfügung stehen.
Wer andererseits schon immer einmal wissen wollte, was alles wie im LABOR funktioniert, für den ist Montag dann genau der richtige Tag für einen LABOR-Besuch.

2. Catch me if you can – a new approach against phishers
Am Dienstag, den 21.02.2006 ab 19:00 Uhr vermitteln uns Dominik Birk und Felix Groebert ihre Gedanken dazu, wie man aktiv gegen Phisher vorgehen kann:
“Identitätsklau im Internet ist eines der am schnellsten wachsenden Verbrechen. Beim Phishing werden naive User auf betrügerische Webseiten geleitet und dazu verleitet, private Informationen wie Accounts und Kreditkartennummern preiszugeben. Wir wollen eine neue Methode vorstellen, wie man den Spieß umdrehen und aktiv gegen Phisher vorgehen kann. Diese theoretischen Konzepte könnten von Banken, online Verkaufshäusern u.ä. implementiert werden und somit zumindest primitives Phishing ausschalten.”

Anschliessende Diskussionsrunde sehr erwünscht.
Ort: wie immer das LABOR.

Xen essentials

Am Donnerstag, den 16.02.2006 findet um 19:30 Uhr ein Vortrag zu Xen statt.
Xen ist ein Werkzeug, mit dem man durch sog. Paravirtualisierung
virtuelle Systeme mit wenig Overhead managen und erzeugen kann.
Welchen Ansatz es verfolgt, welche Vor- und Nachteile es gegenüber anderen Virtualisierungsmechanismen und Projekten bietet wird in diesem Vortrag vorgestellt.
Ort: wie immer das LABOR.

open Music Contest

Wir möchten es uns nicht nehmen lassen, auf den zweiten Open Music Contest hinzuweisen.

Gesucht sind: Bands aller Stilrichtungen
Preis ist: Ein Auftritt vor 2000 Leuten und ein Titel auf dem Open Music Sampler, der als CD erscheint.
Das besondere und zugleich die Bedingung für die Teilnahme ist, dass die eingereichten Stücke unter der CreativeCommons Lizenz stehen müssen. Dieses Feature ermöglicht einerseits, dass es den Sampler samt Artwork for free zum Download gibt und andererseits die CC, wie auch die Band ein wenig mehr Verbreitung erfährt.
Wenn ihr also eine Band kennt, oder Teil einer solchen seid, die ohne GEMA-Vertrag ist und Interesse an einem höheren Bekanntheitsgrad hat, dann lohnt sich ein Blick auf die zugehörige Website. Der Contest läuft noch bis zum 28. Februar 2006.

Monatsprogramm Februar/März

Das Programm des LABORs, diesmal kombiniert für Februar und Anfang März steht ab sofort zum Download bereit (pdf, 320kb).

Diesmal mit dabei:
Elektronik für Praktiker, XEN essentials und Reverse Engineering von Atmel AVRs.

Elektronik für Praktiker, Teil 1

Die Elektronik-Vorlesungen waren Euch zu theoretisch oder sie kommen
erst noch auf Euch zu? Ihr möchtet verstehen, was die Dinge, die Ihr da
berechnet habt, tatsächlich tun?
Dann ist am Montag, den 06.02.2005, Euer Workshop! Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr, Ort ist wie immer das LABOR.
Das Ziel ist richtiges Verständnis, der Weg dorthin der Versuch, die Dinge zugleich theoretisch und praktisch zu behandeln. Bei diesem Workshop geht es darum, die Grundlagen zu legen, um später Schaltpläne lesen und verstehen, sowie einfache Schaltungen selbst entwickeln zu können.
Im ersten Teil werden wir uns mit Spannung, Strom, Widerstand, Leistung
und Energie auseinandersetzen. Diese Dinge, die die meisten sicherlich
schon kennen, werden nochmals an Beispielen erklärt. Parallel dazu
werden Versuche mit den tatsächlichen Bauteilen gemacht.
Daher wäre es von Vorteil, wenn Ihr euch eine Batterie, ein paar Widerstände, LEDs und ein Multimeter mitbringt. Da für Versuchsaufbauten Löten nicht so angesagt ist, sind zusätzlich Krokodil- oder Lüsterklemmen, sowie Steckbretter
von Vorteil.