Stillgelegte Projekte/Bochum.Freifunk.net

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Diskussionthemen, mögliche Vorgehensweise(n) und Dokumentation des Bochumer Freifunk-Projektes

Es gibt seit heute eine dediziert website für den Bochumer freifunk. Sie soll in erster Linie der Öffentlichkeitsarbeit dienen, für den ersten Blick, um herauszufinden was das eigentlich ist und was das in Bochum soll. die URL: http://freifunk.das-labor.org/

Artwork[Bearbeiten]

Es gibt natürlich ein Logo für den Bochumer Freifunk und es gibt auch noch mehr Promo-Material. Das alles findet sich im svn unter https://rl.das-labor.org/trac/browser/freifunk-artwork bzw. auch unter http://freifunk.das-labor.org/download/artwork/ . Wer selbst basteln möchte, findet die Vorlagen auch [hier http://freifunk.das-labor.org/download/artwork/ff-BO_vorlagen_xara.tar.gz]. Die Dateiendung .xar gehört zu dem Programm XaraXtreme, das von der Art der Funktion Adobe(r) Illustrator(tm) ähnelt. Es kann unter http://www.xaraxtreme.org heruntergeladen werden. Für Linux ist das ganze gerade in der Version 0.7 und kostenlos, für Win gibts zumindest eine Shareware-Version (durchklicken).

Wie alles anfing[Bearbeiten]

Ziel dieser Webseite ist, die im Labor diskutierten Aspekte, Vorgehensweisen und Ergebnisse im Projekt Bochumer Freifunk zu dokumentieren. In zahlreichen Städten gibt es bereits offen vernetzte, kabellose Internetzugänge über Freifunk: Berlin, Dresden, Leipzig, Frankfurt am Main, Dortmund ... und nun wird auch ein Projekt in Bochum gestartet.

Ziel des Projektes[Bearbeiten]

Es soll eine Infrastruktur errichtet weren, mit der alle Bürger im engeren Stadtkern von Bochum frei, kostenlos und kabellos ins Internet können per Wireless LAN (WLAN).

Grundsätze sind:

  • kabellos
  • kostenfrei
  • ohne Registrierung

Einfach Netz suchen und lossurfen.

Aufbau der Infrastruktur[Bearbeiten]

Wir sind gerade dabei, die Infrastruktur aufzubauen und werden hier über die einzelnen Fortschritte berichten. Sinnvoll wäre, neben einzelnen Links, zuerst eine Backbone-Architektur zu schaffen, die z.B. dem Stadtring folgt. Dies würde das "Andocken" weiterer Nodes vereinfachen, setzt jedoch Zugang zu den dortigen Gebäuden (viele in öffentlicher Hand) vorraus.

Anbindung des Freifunks an das Labor[Bearbeiten]

Der Freifunk soll eng verbunden sein an den Verein "Das Labor", eine zweite Vereinsgründung ist möglich, jedoch sollte auch jeder im Verein "Freifunk Bochum" im Verein "Das Labor" sein. Die Satzung des Labors ist daher entsprechend anzupassen mit einem Mitgliedsbeitrag, der sich auf den Verein Freifunk und auch auf das Labor bezieht. Das Labor ist die Mutter und Motor des Freifunks in Bochum.

Erste Schritte: Eine Antenne bauen[Bearbeiten]

Um zwei Computer mit einer Funkstrecke über eine grössere Strecke zu vernetzen, bietet sich die Nutzung einer externen Antenne am Wireless Router an. Diese sind in zahlreichen Ausführungen kommerziell erhältlich, jedoch oft teuer und sollen daher selbst gebaut werden. Das macht nicht nur viel Spass, sondern ist auch kostengünstig und nebenbei lernt man auch die Nachbarn der zukünftigen Knotenpunkte kennen. Die Bauanleitungen, Dokumentation des Workshops und weitere Internethinweise werden hier demnächst verlinkt.

Die Nutzung eines Wireless Router[Bearbeiten]

  • Es hat sich beim Freifunk die Nutzung des Wireless Routers von Linksys WRT 54 XY etabliert. WRT heisst so viel wie Wireless Reciever Transmitter. Inzwischen gibt es schon das Modell XY, das noch leistungsfähiger ist (Link). Aber auch Router von D-Link setzen einige Mitglieder ein.
  • Eine weitere Option ist der Siemens Gigaset SE505, der reibungslos mit der Freifunk-Firmware läuft. Einziges Problem hier, ist die mangelhafte Ausstattung mit RAM (nur 8MB, vgl WRT mit >= 16) ein Manko, das es nötig macht, den Router von Zeit zu Zeit zu rebooten, da er dann sein RAM unheilbar gefüllt hat und bei jedem Start eines neuen Prozesses beginnt, andere zu töten. Als reiner Freifunk-Node (d.h. nur Internetzugang und Relay, kein openVPN und sonstige Spässe) ist er jedoch prima geeignet. Vorteil: bei eBay für ca. 25 Euro zu haben.

Weitere Erfahrungsbereichte und Informationen werden hier eingefügt.

Verzeichnis der Knotenpunkte auf einer Karte[Bearbeiten]

Um eine erste Funkstrecke zu verbinden, ist eine Karte nützlich. als mögliche Elektonische verfahen wurden folgende Dienste diskutiert

  • Frappr.com
  • Earth.Google.com
  • Normale Excelliste


Integration öffentlicher und privater Einrichtungen[Bearbeiten]

Um das Netzwerk noch engmaschiger zu vernetzen, ist die Integration öffentlicher und privater Einrichtungen denkbar. Viele Kneipen in der Innenstadt können kostenlose Internetzugänge für die Gäste durch Freifunk anbieten, so dass hier um einen Sponsorbeitrag für das oder Mitgliedschaft im Labor angefragt werden könnte.

Ebenso sind ausgewählte, hohe Gebäude und deren Institutionen ansprechbar wie:

  • Gewerkschaftshaus Bochum IG Metall
  • Hauptbahnhof
  • Schausspielhaus
  • Bogestragebäude
  • Stadtwerkehaus
  • Drehscheibe
  • City-Center
  • Bergbaumuseum
  • Benededict School
  • Volkshochschule
  • Schulen (z.B. haben alle Gymnasien NRWs DSL)


Diskussion des Einbezugs weiterer[Bearbeiten]

Mögliche Erstanfrage könnte die Volkshochschule sein.

Grundsätzlich ist die Vernetzung von privaten Wireless-Zellen über das Stadtgebiet jedoch das vorrangige Ziel. Wenn Institutionen das unterstützen wollen, werden diese jedoch nicht ausgeschlossen, da deren hohen Gebäude die Netzqualität und Vermaschung entscheidend verbessern können.

Weiterentwicklung des Projektes[Bearbeiten]

bzw. http://freifunk.net/idee/picopeering

Nächste Schritte[Bearbeiten]

Aufgrund aktueller Medienberichte und der juristischen Situation hierzulande sind viele Leute ein wenig verunsichert und das Projekt stagniert.

Ich schlage vor dem mal konstruktiv entgegenzuwirken und sich ein paar Gedanken zu machen wie wir dieses Projekt trotzdem zum Erfolg führen (Erfolg= weite Verbreitung und nutzbares Internet überall).

Dazu habe ich im Folgenden eine Art Schlachtplan formuliert, der nacheinander abgearbeitet werden kann:

Erwartungshaltung an das Netz und Ziele[Bearbeiten]

Internet überall ist eine tolle sache. Aber wirklich frei bedeutet auch, das im Missbrauchsfall die Nachweispflicht beim Inhaber des Anschlusses liegt. Das ist ein definitives Totschlagkriterium für dieses Projekt. Das "frei" sollte also nochmal ernsthaft überdacht werden.

Nachdem wir nun die Geek'sche Verteilungsfunktion auf Bochum angewandt haben ist eins klar: Wir sind zu allein. Kaum einer hat Verbindung zum anderen - und selbst wenn, ist es nicht genug um ein Überall-netz daraus zu formen. Wir brauchen mehr Leute und das ist der Grund, warum die folgenden Vorschläge und Lösungen auch irgendwie nach "Mainstream" riechen.


Die nächste Frage ist, ob solche Logging-Massnahmen überhaupt nötig sind: Das Freifunk fängt normalerweise nicht mit "tausenden" Nutzern an, sondern mit einigen wenigen. Dass dabei das Verhältnis zwischen Nutzern/Überwachung gerechtfertigt wäre, sehe ich nicht so. Auch ist die TKUeV m.E. erst bei größeren ISPs ( > 1000 Teilnehmer ) in Kraft. Vielleicht gibt es ja einen versierten Anwalt, der das klären kann - bzw. was die Erfahrungen der anderen Freifunkerinnen sind.

Rechtslage[Bearbeiten]

Dazu gibt es verschiedene Lösungen:

  • 1) Tunnellösung

Die juristisch beste Lösung wäre doch eigentlich, das jeder Nutzer an seinem eigenen Accesspoint zu hause einen Tunnelendpunkt hat. So steht jeder in seiner eigenen Verantwortung und keiner braucht irgendetwas mitzuloggen.

  • 2) Wir-sind-ISP-Lösung

Wir fragen die Damen und Herren Ripe nach IPs, holen uns einen $dicken Uplink und sammeln von jedem, der teilnehmen will Benutzerdaten. Uplinks sind leider viel zu teuer und würden somit einen Sponsor für dieses Projekt erfordern. Wenn der Sponsor eines Tages abspringt, hat das Projekt ein Problem -- aber auch wenn der Sponsor nicht abspringt und anfängt, Rechte zu fordern hat das Projekt ebenfalls ein Problem, denn es ist nicht mehr frei.

  • 3) Wir loggen

Jede Node logged mit und schickt einem oder mehreren Servern diese Logs. Diese werden rausgekramt, wenn die Damen und Herren in grün beim Anschlussinhaber klopfen. Ob solche logs nun juristische bewandnis haben ist allerdings fraglich.

  • 4) Internetzugang über TOR abwickeln

Alle Anfragen ins Internet werden über TOR abgewickelt, so dass nie die IP des jeweiligen Hotspot-Betreibers in irgendwelchen Logs auftaucht. Das verlangsamt zwar den Internetzugang, schafft aber eine gewisse Sicherheit für den Betreiber.


All diese Lösungen erfordern natürlich ein umso robusteres Netz und die Erste vor allem Bandbreite, Bandbreite, Bandbreite. Es sollte also eine Software her, die wirkliches least cost routing machen kann für genau diese Art von Netz.

Bei Lösungen 2 und 3 ist eine Registrierung erforderlich - doof, ich weiss. Die Registrierung muss nicht zwangsweise an einer zentralen Stelle erfolgen. Es würde z.B. reichen wenn wir die Möglichkeit eröffnen, das 2 oder 3 andere Teilnehmer "bezeugen", das die ID des Nutzers stimmt und dieser dann eingefügt wird.

Hardware[Bearbeiten]

Hardware gibt's wie Sand am Meer. Einige devices kann man komplett selbst mit oss Software ausstatten, andere nicht. Einige können Repeater sein und Andere wieder nicht.

Was wir brauchen ist $billige Hardware, die ein freies Betriebssystem hat und auf der Platz für unser Stück Software ist.

Anreize schaffen[Bearbeiten]

Um ein gut vermaschtes Netz zu fahren müssen wir schauen, was wir dem Nutzer bieten können. Es bezahlt zwar keiner für den Service, allerdings ist eine 1-kbit/s Verbindung nicht unbedingt Killer-Argument, sich ein stück Hardware zu kaufen.

Ein paar Anreize wären:

  • Mindestbandbreiten gut genug für Voip Verbindungen (ohne Garantie aber mit guter Software)
  • Billige Hardware: Wir sollten hier dem User Beispiele an die Hand geben und anschaulich erklären warum es sich "rechnet" die Hardware zu kaufen.
  • Netzwerk-Spiele: Auch Gamer kann prima ins Boot holen, wenn man ihnen eine Plattform bietet, auf der sie gegen Leute aus der Stadt spielen - Quasi eine instant Lanparty.

Paket schnüren[Bearbeiten]

Das alles muss schön sauber verpackt sein. Wir brauchen also:

  • Nutzbare Websites mit Wiki und Diskussionsmöglichkeiten für jedermann (Community)
  • Stecker-rein-fertig-Hardware - es muss einfach out of the box gehen.
  • Fest formulierter Auftritt nach Aussen (siehe nächster Absatz)

Hupen und Blinken auf das uns alle Welt sieht![Bearbeiten]

Stadtspiegel und co wissen ja noch garnichts von dem Projekt! Wir sollten uns eine Pressestrategie überlegen. Ferner sollten wir überlegen, ob man nicht auch aktiv Werbung machen kann - Flyer, Plakate, etc.

Regelmäßiges Treffen[Bearbeiten]

Einmal Monatlich findet das Freifunk_Treffen statt. Da hast Du die Möglichkeit, mal reinzuschnuppern, Antennen zu basteln, mit anderen Freifunkern zu quatschen, mitzuwirken, und, und, und...

Mehr Infos dazu unter Freifunk_Treffen.

Links[Bearbeiten]